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News-Archiv | Artikel vom 03.08.2016

Arbeitskraftsicherung: Rote Laterne für Deutschland

Arbeitskraftsicherung: Rote Laterne für DeutschlandWer hätte das gedacht? Im internationalen Vergleich haben Deutsche bei der Absicherung ihrer Arbeitskraft über eine private Versicherung die rote Laterne. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Smith School , Universität Oxford, im Auftrag der Zurich Versicherung bei mehr als 11.000 Per­sonen aus Deutschland, Italien, Spanien, Großbritannien und der Schweiz, Australien, Brasilien, Malaysia, Mexiko, den USA sowie Hongkong. Danach haben in Deutschland nur 17 Prozent der Befragten privat vorgesorgt für den Fall, dass sie irgendwann zu krank zum Arbeiten sind. Zum Vergleich: In Hongkong und Malaysia leisten sich dafür sechs von zehn Befragten privaten Versicherungsschutz.

Dass sich hierzulande nur wenige Menschen vor krankheitsbedingtem Einkommensverlust schützen, könnte am vergleichsweise umfassenden Sozialversicherungssystem liegen. Doch diese Einschätzung erweist sich als trügerisch. Wer 2014 erstmals eine Erwerbsminderungsrente vom Staat erhielt, musste sich in Deutschland mit 627 Euro im Monat begnügen (alte Bundesländer). Und wer die Mindestanforderungen nicht erfüllt oder gar nicht gesetzlich versichert ist, geht häufig sogar leer aus. Das trifft viele Selbstständige, aber auch Hausfrauen und -männer, Studierende oder Berufsanfänger.

Den besten Schutz bei Verlust der Arbeitskraft bietet eine Versicherung bei Berufsunfähigkeit (BU). Die zahlt eine Rente, wenn die bisherige Tätigkeit weniger als zur Hälfte oder gar nicht mehr ausgeübt werden kann. Wer handwerklich arbeitet, schon älter ist oder Vorerkrankungen mitbringt, muss für diesen Vertrag allerdings tief in die Tasche greifen oder bekommt ihn erst gar nicht. Aber das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Mittlerweile gibt es einige Alternativen zur BU. Manche Policen zahlen erst, wenn die Arbeitskraft unter drei Stunden am Tag sinkt, egal in welchem Beruf. Andere Tarife leisten bei schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt, Krebs oder Multipler Sklerose, unabhängig davon, ob man noch arbeitsfähig ist. Unfallpolicen und private Pflege­ver­si­che­rungen decken ebenfalls einige Risiken ab. In jedem Fall gilt: Je früher ein Vertrag zustande kommt, umso günstiger der Beitrag.



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